Einnischung und adaptive Radiation

Das Besetzen ökologischer Nischen und die damit verbundene Anpassung einer (Unter-)Art stellt ein wesentliches Konzept in der Biologie dar. Dadurch wird u.a. dem Druck der Konkurrenz ausgewichen, wodurch wiederum der Fortpflanzungserfolg und die Chance auf generellen evolutiven Erfolg steigt.

Der Begriff Einnischung beschreibt somit nichts anderes als die Anpassung einer Population an eine ökologische Nische. Wichtig ist hierbei, eine Nische nicht mit einem Habitat zu verwechseln! Ein Habitat ist der Lebensraum eines Organismuses, für Mäuse sind dies beispielsweise Höhlen. Eine Nische ist die Summe aller Umweltparameter, die auf den Organsimus einwirken. Also Temperatur, Luftfeuchtigkeit, aber auch der Platz in der Nahrungskette. In der Fachsprache spricht man auch von einem n-dimensionalen Hyperraum. N steht dabei eben für die Anzahl jener bereits angeklungenen Faktoren, die den Platz des Organismuses im ökologischen System definieren.

Die adaptive Radiation ist nur unwesentlich komplexer: Nach diesem Konzept spaltet sich eine Stammart in mehrer Unterarten, welche an eine jweils unterschiedliche Nische angepasst sind. Es ist ganz klar, dass die Erzeugung neuer Spezies dadurch gefördert wird. Auch das Konzept der Gründerpopulation lässt sich hierdurch erklären, wonach eine Art ein unbesetztes Terrain erobert, in dem sich anschließend diese Art in Unterarten aufspaltet, welche einzelne Nischen der neuen Umwelt besetzten (beispielsweise auf Inseln).

Das Paradebeispiel für obigen Fall sind die Darwinfinken auf den Galapagos-Inseln. Durch das Ausbilden unterschiedlichster Schnäbel sind diese 13 Arten einer innerartlichen Futterkonkurrenz aus dem Weg gegangen.

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