Gedächtnis

Die Speicherung von Informationen in unseren ‘Grauen Zellen’ geschieht über mehrere nachgelagerte Ebenen, bei der jede Ebene einen großen Teil an Input ‘aussiebt’ (Siebmodell). Der Dringlichkeitsgrad der aufgenommenen Information entscheidet, wie lange diese im Gehirn behalten wird. Was dringlich ist und was nicht, wird durch die reine Reizstärke sowie die eventuelle Verknüpfbarkeit mit bereits vorhandenen Wissen beeinflusst.

Nachfolgend ist die Reihenfolge der Gedächtnisstufen aufgelistet inklusive Speicherdauer:

– Sensorisches Gedächtnis, <1 Sekunde

– Kurzzeitgedächtnis, 20 Sekunden

– Mittelzeitgedächtnis, Minuten bis Tage

– Langzeitgedächtnis, Jahre

Was passiert genau auf neuronaler Ebene, wenn Informationen gespeichert werden?

Bewiesen ist, dass sich die elektrochemische Zusammensetzung in den Synapsen verändert. Desweiteren werden neue Verknüpfungen zwischen den Neuronen gebildet, also die Endknöpfchenzahl an den Axonen erhöht.

Es gibt dagegen keine Gedächtniszellen oder – moleküle, wie lange Zeit vermutet wurde.