Romantik

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Die Epoche der Romantik ( 1786-1835)

(Früh-, Spät-, Hochromantik)

Der Begriff “Romantik” kommt von „Roman“ : Erdachtes, Unwirkliches

Der Dichter ist sich bewusst, dass die Idealvorstellung nie erreichbar sein wird → „Scheinprodukt“

Im Barock will der Mensch die Natur unterordnen, wohingegen in der Romantik die Natur als mystischer Ort gesehen wird und das unnatürliche Eingreifen durch den Menschen unerwünscht ist. Auch versucht man durch Fantasie die ursprüngliche Einheit darzustellen. Im Gegenzug zur Klassik will man den Menschen nicht mehr erziehen, sondern ein Kontraprodukt zum Materialismus schaffen. Das heißt es gibt keine politischen Intentionen in der Romantik.

Das Prinzip der Regellosigkeit: Dichter wollen nicht katalogisiert und kritisiert (unvollendete Literatur) werden.

Es herrscht eine Sehnsucht nach der Überwindung alltäglicher Begrenzungen & Verlangen nach unbeschränkter Freiheit. Dadruch wendet man sich der Welt der Phantasie, der Träume sowie des Unterbewusstseins zu.

Ziel: Verschmelzung von Leben und Kunst → universelles Gesamtkunstwerk

Prinzip der Subjektivität: Ergründung des Ichs, Suche nach Geheimnisvollem, Wunderbarem

steht im Gegensatz zu dem

Prinzip der Universalität: Poetisierung & Romantisierung aller Lebensbereiche, Verschmelzung verschiedener Lebensbereiche z.B.: Malerei und Musik

Letzlich kann man also sagen, dass die von Sinnen wahrgenommene Wirklichkeit nur ein Schein ist. Die Welt der Phantasie ist die eigentliche!

Nicht die Vervollkommnung und die Persönlichkeitsbildung des Menschen (Klassik) ist wichtig sondern die unbegrenzte Entfaltung des Inneren.

Im Bereich der Lyrik wird das Volkslied erneuert:

scheinbar einfache, eingängige Form, Mittelpunkt: Volkstypen (z.B.Fischer) und typische Situationen (z.B.Wandern), die übersteigert werden

Schlüsselbegriffe fürs “Hirnkasterl”:

Progressive Universalpoesie, Sehnsucht, Ironie, neu entstehende Mittelalterbegeisterung

Wichtige Autoren und Werke:

Ludwig Tieck, Novalis, Friedrich Schlegel, Clemens Brentano, Joseph von Eichendorff, E.T.A. Hoffmann

„Hymnen an die Macht“ Novalis

„Aus dem Leben eines Taugenichts“ Eichendorff

“Lebensansichten des Kater Murr” Hoffmann