Vergleichende Molekularbiologie

Mit den neuen, meist biochemischen Methoden unserer Zeit wird versucht, die biologische Evolution auf unserer Erde zu rekonstruieren. Hierbei gibt es eine wahre Fülle an Verfahren, deren wichtigste Vertreter hier vorgestellt werden.

Präzipitintest

Blut besteht aus Blutplasma. Trennt man hiervon das bei Wundverschluss aktive Fibrinogen ab, so erhält man das Blutserum, welches das Untersuchungsmaterial des Präzipitintests darstellt.

Jede Art hat im Serum spezifische Serumproteine, die mit komplementären (=passenden) Antikörpern sichtbar verklumpen. Diesen Vorgang nennt man Präzipitation oder Ausflockung.

Nun werden im eigentlichen Präzipitintest Serum und Antikörper unterschiedlicher Arten miteinander vermengt, um anhand des Grades der Verklumpung Aussagen über ihren evolutiven Verwandtschaftsgrad treffen zu können.

Aminosäurensequenzvergleich

Wie wir wissen, codieren die einzelnen Gene die Aminosäuren, aus denen dann makroskopisch betrachtet die Proteine aufgebaut sind.

Das bedeutet im Umkehrschluss, dass man auf Grund der (mehr oder weniger) unterschiedichen Aminsäurenreihenfolge auf Mutationen der betreffenden Gene rückschließen kann. Dies mach sich der Aminosäurensequenzvergleich zu Nutzen.

Allgemein gilt, dass zwei Individuen umso näher verwandt sind, desto geringer die Abweichung ihrer Aminosäuresequenz ist.

DNA – Hybridisierung

Für dieses Verfahren werden die DNA-Stränge der zu vergleichenden Organismen in ihre jeweiligen Einzelstränge aufgeschmolzen. Anschließend werden die unterschiedlichen Einzelstränge bei wieder geringeren Temperaturen zusammengelagert. Je besser dies funktionert, d.h. je mehr komplementäre Bindungen ausgebildet werden zwischen den Einzelsträngen zweier verschiedener Lebewesen, desto näher sind sie verwandt.

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